Europa League Finale 2026: Aston Villa schlägt den SC Freiburg 3:0

06.10.2026 09:00 Uhr EuropaFussball.com

Europa League Finale 2026: Aston Villa schlägt den SC Freiburg 3:0

Das Europa League Finale 2026 hat Aston Villa mit 3:0 (2:0) gegen den SC Freiburg gewonnen. Das Endspiel fand am 20. Mai 2026 im Tüpraş Stadyumu in Istanbul statt, dem Stadion von Beşiktaş, das auch als Beşiktaş Park bekannt ist. Youri Tielemans, Emiliano Buendía und Morgan Rogers erzielten die Tore. Für Aston Villa war es der erste Titel in der UEFA Europa League und der zweite Europapokal nach dem Sieg im Europapokal der Landesmeister 1982.

Der SC Freiburg stand zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in einem europäischen Endspiel. Für Villa-Trainer Unai Emery war es der fünfte Titel im UEFA-Cup und in der Europa League, so viele wie kein anderer Trainer.

Die Spieldaten zum Europa League Finale 2026

DatumMittwoch, 20. Mai 2026, 21:00 Uhr MESZ
StadionTüpraş Stadyumu (Beşiktaş Park), Istanbul
ErgebnisSC Freiburg gegen Aston Villa 0:3 (0:2)
Tore0:1 Tielemans (41.), 0:2 Buendía (45.+3), 0:3 Rogers (58.)
Zuschauer37.324
SchiedsrichterFrançois Letexier (Frankreich)
Spieler des SpielsEmiliano Buendía (Aston Villa)
TrainerJulian Schuster (SC Freiburg), Unai Emery (Aston Villa)

Es war das Endspiel der UEFA Europa League 2025/26, der 55. Saison des zweitgrößten Klubwettbewerbs der UEFA und der 17. seit der Umbenennung vom UEFA-Cup in UEFA Europa League. Als Heimteam galt formal der SC Freiburg, weil die Breisgauer das erste Halbfinale gewonnen hatten.

So lief das Finale zwischen dem SC Freiburg und Aston Villa

Igor Matanović kam schon in der ersten Minute per Kopf zum Abschluss, danach übernahm Aston Villa. Tielemans spielte einen Steilpass auf Ollie Watkins, der Rogers bediente, und Freiburgs Torwart Noah Atubolu musste zum ersten Mal parieren. Die erste halbe Stunde war zerfahren: Schiedsrichter Letexier zeigte in den ersten knapp 20 Minuten dreimal Gelb, an Philipp Treu, Buendía und Matty Cash. Die beste Freiburger Chance vor der Pause hatte Nicolas Höfler, dessen Abschluss nach einer Standardsituation in der 17. Minute knapp am Pfosten vorbeiging.

In der 41. Minute ging Villa nach einer einstudierten Eckballvariante in Führung. Rogers flankte nach einer kurz ausgeführten Ecke in den Rückraum, Tielemans nahm den Ball direkt mit rechts und traf flach ins linke Eck. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhte Buendía nach Vorlage von Kapitän John McGinn mit einem Schuss aus rund 20 Metern in den linken Winkel auf 2:0.

Rogers entscheidet das Spiel nach 58 Minuten

Nach der Pause hatte Freiburg mehr Ballbesitz, kam aber kaum zu Chancen. In der 58. Minute ließ Buendía auf der linken Seite Lukas Kübler stehen, Rogers war in der Mitte schneller als Philipp Lienhart und spitzelte den Ball am ersten Pfosten zum 3:0 ins Tor. Danach traf der eingewechselte Amadou Onana per Kopf den Außenpfosten, McGinn scheiterte in der 79. Minute an Atubolu.

Die Statistik zeigt, wie klar das Spiel war: 17 Torschüsse für Aston Villa, vier für den SC Freiburg, dazu sechs zu zwei Schüsse aufs Tor und acht zu eins Ecken. Beim Ballbesitz lag Freiburg mit 52 Prozent sogar knapp vorn, wurde damit aber nie gefährlich.

Wo fand das Finale statt?

Gespielt wurde im Tüpraş Stadyumu am Ufer des Bosporus. Das Stadion von Beşiktaş Istanbul fasst 42.590 Zuschauer und war nach dem UEFA Super Cup 2019 zwischen dem FC Liverpool und dem FC Chelsea zum zweiten Mal Austragungsort eines UEFA-Finals.

Die UEFA hatte das Bewerbungsverfahren am 17. Mai 2023 eröffnet, parallel für die Finals 2026 und 2027. Gefordert waren Naturrasen und ein Stadion der UEFA-Kategorie 4, bevorzugt mit 40.000 bis 60.000 Plätzen. Vier Verbände bewarben sich:

VerbandStadionStadt
Deutschland (DFB)Deutsche Bank ParkFrankfurt am Main
RumänienArena NaționalăBukarest
SchottlandHampden ParkGlasgow
TürkeiTüpraş StadyumuIstanbul

Das UEFA-Exekutivkomitee vergab das Finale am 22. Mai 2024 in Dublin nach Istanbul. Frankfurt ging nicht leer aus: Der Deutsche Bank Park ist Gastgeber des Europa League Finales 2027, und Deutschland bekam zusätzlich das Endspiel der Conference League 2026 in Leipzig. Wie dieses Finale ausging, steht in unserem Überblick über alle Conference League Finals.

Der Weg ins Finale

Beide Finalisten zogen über die Ligaphase direkt ins Achtelfinale ein. Aston Villa wurde mit 21 Punkten Zweiter hinter Olympique Lyon und verlor nur am 3. Spieltag bei den Go Ahead Eagles. Freiburg landete mit 17 Punkten und 10:4 Toren auf Platz 7, die einzige Niederlage gab es am letzten Spieltag beim OSC Lille.

RundeSC FreiburgAston Villa
LigaphasePlatz 7Platz 2
AchtelfinaleKRC Genk 5:2 (0:1, 5:1)OSC Lille 3:0 (1:0, 2:0)
ViertelfinaleCelta Vigo 6:1 (3:0, 3:1)FC Bologna 7:1 (3:1, 4:0)
HalbfinaleSporting Braga 4:3 (1:2, 3:1)Nottingham Forest 4:1 (0:1, 4:0)

Zweimal machte es der SC Freiburg spannend und verlor das Hinspiel, gegen Genk und gegen Braga drehte das Team die Runde jeweils zu Hause. Villa verlor das Hinspiel im englischen Duell mit Nottingham Forest und gewann das Rückspiel 4:0. Vor dem Endspiel standen sich die beiden offensivstärksten Mannschaften des Wettbewerbs gegenüber: Freiburg hatte 25 Tore erzielt, Villa 28. Bester Freiburger Torschütze war Vincenzo Grifo mit fünf Treffern, bei Villa trafen Watkins und McGinn je fünfmal.

Der zweite deutsche Klub in der Europa League, der VfB Stuttgart, setzte sich in den Play-offs gegen Celtic Glasgow durch und schied danach mit zwei Niederlagen gegen den FC Porto aus. Wie Ligaphase und Play-offs funktionieren, erklären wir in So wird der Europapokal 2026/2027 gespielt.

Was der Titel für Aston Villa und Unai Emery bedeutet

Aston Villa aus Birmingham stand zum ersten Mal in einem Finale des UEFA-Cups oder der Europa League und zum ersten Mal seit 44 Jahren in einem europäischen Endspiel. Das letzte hatte der Klub 1982 gewonnen, mit einem 1:0 gegen den FC Bayern München im Europapokal der Landesmeister. Seitdem gab es nur nationale Pokale, zuletzt den englischen League Cup 1996. Das Finale 2026 brachte also den ersten großen Titel nach 30 Jahren. Wie Villa 1982 in die Liste der Titelträger kam, zeigt unser Artikel Champions League Sieger: alle Titelträger seit 1956.

Für Emery war es das sechste Finale in diesem Wettbewerb. Drei gewann er mit dem FC Sevilla (2014, 2015 und 2016), eins mit dem FC Villarreal (2021). Verloren hat er nur 2019 mit dem FC Arsenal. Mit dem Sieg in Istanbul ist Emery nach Giovanni Trapattoni, Carlo Ancelotti und José Mourinho der vierte Trainer mit fünf Europapokalsiegen. Zum ersten Mal gewann er den Wettbewerb mit einem Klub, der nicht aus Spanien kommt.

Was der SC Freiburg aus dem Finale mitnimmt

Für den Sport-Club war schon der Finaleinzug historisch. Das bisher beste Ergebnis in der Europa League war das Achtelfinale in den Saisons 2022/23 und 2023/24. Der SC Freiburg war nach Eintracht Frankfurt der erste deutsche Finalist im Wettbewerb seit 2022, als die Eintracht die Glasgow Rangers besiegte.

Trotz der Niederlage gab es eine Auszeichnung: Die UEFA wählte Johan Manzambi zum besten jungen Spieler der Europa League 2025/26. Für Höfler war das Endspiel das letzte Spiel seiner Profikarriere, nach 61 Minuten kam Lucas Höler für ihn. Grifo, der im Finale die Kapitänsbinde trug, spielte bis zur 73. Minute, Christian Günter wurde kurz vor Schluss eingewechselt.

Den Europapokal für die neue Saison hatte Freiburg schon vor dem Finale sicher. Mit einem 4:1 gegen RB Leipzig in der Bundesliga machte der Klub wenige Tage vor dem Spiel in Istanbul die Teilnahme an der Conference League klar.

Prämien, Pokal und Platz in der Champions League

Der Sieger der Europa League bekommt einen Startplatz in der Ligaphase der UEFA Champions League 2026/27. Weil sich Aston Villa schon über die Premier League qualifiziert hatte, wurde dieser Platz frei und die UEFA ordnete die Teilnehmerliste neu. Für Freiburg wäre es die erste Saison in der Champions League gewesen.

Dazu gab es Geld. Für den Finaleinzug erhielten beide Klubs sieben Millionen Euro, der Sieg brachte weitere sechs Millionen Euro. Insgesamt schüttete die UEFA in der Europa League 565 Millionen Euro aus. Die Trophäe selbst ist 65 Zentimeter hoch und mehr als 15 Kilogramm schwer, sie gilt als schwerster Pokal im Weltfußball.

Als Sieger spielt Aston Villa im UEFA Super Cup 2026 gegen Paris Saint-Germain, das zuvor das Champions League Finale 2026 in Budapest gewonnen hatte.

TV, Tickets und Public Viewing beim Finale

Im Free-TV übertrug RTL das Europa League Finale live, bei ARD Sounds lief das Spiel im Audiostream. Der SC Freiburg erhielt ein Kontingent von 11.000 Tickets. Der Klub verkaufte keine Karten frei, sondern vergab sie nach einem festen Verfahren an Mitglieder des SC und der Fördervereine. Auf dem Parkplatz der Messe Freiburg gab es ein Public Viewing für bis zu 15.000 Menschen vor einer 80 Quadratmeter großen Videowand, das schon am Vorabend ausverkauft war.

Den Schiedsrichter kannte das deutsche Publikum bereits: Letexier hatte 2024 das EM-Endspiel zwischen Spanien und England (2:1) geleitet und war in der Saison 2025/26 achtmal in der Champions League im Einsatz.

Häufige Fragen zum Europa League Finale 2026

Wer hat das Europa League Finale 2026 gewonnen? Aston Villa, mit 3:0 gegen den SC Freiburg. Es war der erste Titel des Klubs in der Europa League.

Wo fand das Finale statt? Im Tüpraş Stadyumu von Beşiktaş in Istanbul, vor 37.324 Zuschauern.

Wer hat die Tore geschossen? Youri Tielemans, Emiliano Buendía und Morgan Rogers, alle für Aston Villa.

Wer hat das Endspiel gepfiffen? Der Franzose François Letexier.

Wo findet das Europa League Finale 2027 statt? Im Deutsche Bank Park in Frankfurt am Main.