Champions League Finale 2025: PSG schlägt Inter Mailand 5:0
03.10.2026 09:00 Uhr EuropaFussball.com
Das Champions League Finale 2025 hat Paris Saint-Germain mit 5:0 (2:0) gegen Inter Mailand gewonnen. Das Endspiel fand am 31. Mai 2025 in der Allianz Arena in München statt, die bei der UEFA Fußball Arena München heißt. Für PSG war es der erste Titel in der Königsklasse, für Inter die höchste Niederlage in einem Finale. Ein höherer Sieg ist in einem Endspiel eines Europapokals nie gelungen.
Désiré Doué traf zweimal und wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Achraf Hakimi, Khvicha Kvaratskhelia und Senny Mayulu erzielten die übrigen Tore für die Mannschaft von Trainer Luis Enrique.
Die Spieldaten zum Endspiel in München
| Datum | Samstag, 31. Mai 2025, 21:00 Uhr MESZ |
| Stadion | Allianz Arena (Fußball Arena München) |
| Ergebnis | Paris Saint-Germain gegen Inter Mailand 5:0 (2:0) |
| Tore | 1:0 Hakimi (12.), 2:0 Doué (20.), 3:0 Doué (63.), 4:0 Kvaratskhelia (73.), 5:0 Mayulu (86.) |
| Zuschauer | 64.327 |
| Schiedsrichter | István Kovács (Rumänien) |
| Spieler des Spiels | Désiré Doué (PSG) |
| Trainer | Luis Enrique (PSG), Simone Inzaghi (Inter) |
Es war das Finale der Saison 2024/25 und das erste Pflichtspiel überhaupt zwischen beiden Klubs. Zum ersten Mal seit der Spielzeit 2003/04 stand kein Klub aus England, Spanien oder Deutschland im Endspiel der UEFA Champions League. Damals hatte der FC Porto gegen die AS Monaco gewonnen.
So lief das Finale zwischen Paris und Inter Mailand
Paris presste von der ersten Minute an und drückte die Italiener tief in die eigene Hälfte. Nach zwölf Minuten spielte Vitinha einen Steckpass auf Doué, der quer auf den völlig freien Hakimi legte. Der frühere Inter-Verteidiger schob aus fünf Metern ein und verzichtete demonstrativ auf den Jubel. Acht Minuten später klärte Willian Pacho an der Grundlinie, Ousmane Dembélé trug den Konter, und Doués Schuss wurde von Federico Dimarco zum 2:0 abgefälscht.
Inter kam vor der Pause nur zu zwei Kopfbällen durch Francesco Acerbi und Marcus Thuram, beide gingen am Tor vorbei. In der 50. Minute forderte Nicolò Barella vergeblich einen Handelfmeter nach einem Kontakt von Marquinhos. Inzaghi sah wenig später Gelb für seine Proteste.
Bisseck verletzt, Doué und Kvaratskhelia entscheiden
Nach 53 Minuten kam der deutsche Nationalspieler Yann Aurel Bisseck für Benjamin Pavard. Nach nur drei Ballkontakten musste er verletzt wieder runter, kurz danach fiel das 3:0. Dembélé leitete mit der Hacke auf Vitinha weiter, Doué traf aus 13 Metern ins rechte untere Eck. In der 73. Minute lief Kvaratskhelia nach einem Pass von Dembélé allein auf Yann Sommer zu und erhöhte auf 4:0. Erst drei Minuten später kam Inter durch Thuram zum ersten Schuss aufs Tor, Gianluigi Donnarumma hielt. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Mayulu aus spitzem Winkel.
Die Statistik passt zum Spielverlauf: 23 Torschüsse für Paris, acht für Inter, dazu 59 Prozent Ballbesitz für den französischen Meister. “Der verdiente Sieger ist PSG, das ist klar. Wir müssen ganz ehrlich sein, wir haben verdient verloren”, sagte Sommer nach dem Spiel im ZDF.
Welche Rekorde das Finale 2025 aufstellte
Das 5:0 ist der höchste Sieg in einem Finale der großen europäischen Klubwettbewerbe. Bis dahin lag der Rekord in einem Endspiel des Landesmeisterpokals bei vier Toren Differenz (1960, Wiederholungsspiel 1974, 1989 und 1994). Mit fünf Treffern zog Paris mit Benfica 1962 gleich, mehr Tore schoss in einem Finale nur Real Madrid 1960 mit sieben.
- Erster Titel: PSG wurde der 24. Klub, der die Champions League gewonnen hat, und nach Olympique Marseille 1993 der zweite Sieger aus Frankreich.
- Triple: Mit Meisterschaft und Coupe de France holte Paris als erster französischer Klub das Triple.
- Luis Enrique: Nach dem Triple mit dem FC Barcelona 2015 war es sein zweites. Das hatte vor ihm nur Pep Guardiola geschafft, mit Barcelona und Manchester City.
- Junge Torschützen: Doué war mit 19 Jahren der jüngste Spieler mit zwei Toren in einem Champions League Finale. Mayulu ist nach Patrick Kluivert (1995) der zweitjüngste Torschütze in einem Endspiel der Königsklasse.
Für Inter war es die vierte Niederlage im siebten Finale nach 1967, 1972 und 2023. Gewonnen hatten die Mailänder 1964 gegen Real Madrid, 1965 gegen Benfica und 2010 gegen den FC Bayern. Eine Übersicht aller Titelträger findest du in unserem Artikel Champions League Sieger: alle Titelträger seit 1956.
Der Weg von PSG und Inter ins Champions League Finale
Paris stand nach der Ligaphase nur auf Platz 15 und musste in die Play-offs. Inter wurde Vierter und war direkt im Achtelfinale.
| Runde | Paris Saint-Germain | Inter Mailand |
|---|---|---|
| Ligaphase | Platz 15 | Platz 4 |
| Play-offs | Stade Brest 10:0 | direkt qualifiziert |
| Achtelfinale | FC Liverpool 1:1, 4:1 i. E. | Feyenoord Rotterdam 4:1 |
| Viertelfinale | Aston Villa 5:4 | FC Bayern München 4:3 |
| Halbfinale | FC Arsenal 3:1 | FC Barcelona 7:6 |
Aus deutscher Sicht prägten mehrere Duelle die Saison. Paris verlor in der Ligaphase 0:1 beim FC Bayern und gewann 4:1 beim VfB Stuttgart. Inter schlug RB Leipzig 1:0 und unterlag bei Bayer 04 Leverkusen 0:1. Im Viertelfinale warfen die Italiener den FC Bayern mit einem 2:1 in München und einem 2:2 im Rückspiel raus.
Das Halbfinale gegen den FC Barcelona gilt als eines der spektakulärsten der Geschichte: Nach dem 3:3 im Hinspiel gewann Inter das Rückspiel 4:3 nach Verlängerung, Joker Davide Frattesi traf zur Entscheidung. Paris gewann beim FC Arsenal 1:0 und zu Hause 2:1. Wie der Modus mit Ligaphase und Play-offs heute funktioniert, erklären wir in So wird der Europapokal 2026/2027 gespielt.
München als Gastgeber des Endspiels
Für München war es das fünfte Finale nach 1979, 1993 und 1997 im Olympiastadion sowie 2012 in der Allianz Arena. Bei allen vier früheren Endspielen in der Stadt gewann ein Klub erstmals den Titel: Nottingham Forest, Marseille, Borussia Dortmund und der FC Chelsea. Paris setzte diese Serie fort. Ursprünglich sollte München schon 2022 und dann 2023 Gastgeber sein. Weil Istanbul wegen der Corona-Pandemie zweimal ein Finale verloren hatte, rückte München auf 2025.
Rund um das Spiel feierte die Stadt vier Tage lang. Das Champions Festival im Olympiapark lief vom 29. Mai bis 1. Juni mit freiem Eintritt und Public Viewing. Am Finaltag trafen sich die Inter-Fans am Odeonsplatz, die PSG-Anhänger am Königsplatz. Vor dem Anpfiff spielte Linkin Park eine Kick-off-Show im Stadion, Geiger David Garrett spielte “Seven Nation Army”, während Javier Zanetti und Javier Pastore den Pokal auf den Rasen trugen.
Tickets und Preise beim Champions League Finale 2025
Von den 64.500 Plätzen in der UEFA-Konfiguration gingen 38.700 direkt an Fans und die Öffentlichkeit. Jeder der beiden Finalisten erhielt 18.000 Tickets, für den freien Verkauf blieben 2.700 Karten. Fans konnten sich bis zum 11. April 2025 bewerben, die Karten wurden verlost, höchstens zwei pro Person.
| Kategorie | Preis |
|---|---|
| Fans First (nur Anhänger der Finalisten) | 70 Euro |
| Kategorie 3 | 180 Euro |
| Kategorie 2 | 650 Euro |
| Kategorie 1 | 950 Euro |
Im Free-TV zeigte das ZDF das Finale live aus München. Die übrigen Spiele der Saison liefen bei DAZN und Amazon Prime Video.
Ausschreitungen in Frankreich nach dem Sieg
In der Nacht nach dem Finale kam es in mehreren Städten Frankreichs zu Ausschreitungen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 559 Menschen festgenommen, 491 davon in Paris, knapp 200 wurden verletzt. In Dax wurde ein 17-Jähriger erstochen, in Paris starb ein Mann auf einem E-Roller, nachdem ihn ein Auto erfasst hatte. In Grenoble fuhr ein Auto in eine Menschenmenge, vier Menschen wurden verletzt. Auch in München stürmten PSG-Fans nach dem Schlusspfiff den Platz und rissen Stücke aus dem Rasen, der vor dem Länderspiel Deutschland gegen Portugal neu verlegt wurde.
Was nach dem Finale folgte
Am Tag danach fuhr die Mannschaft im Doppeldeckerbus über die Champs-Élysées, anschließend empfing Präsident Emmanuel Macron die Spieler im Élysée-Palast. Die UEFA wählte Dembélé zum Spieler der Saison und Doué zum besten jungen Spieler, sieben Pariser standen im Team der Saison.
Inzaghi verließ Inter drei Tage nach dem Finale im gegenseitigen Einvernehmen. Bisseck fiel mit einer Oberschenkelverletzung für das Final Four der Nations League aus, Bundestrainer Julian Nagelsmann holte Thilo Kehrer nach. Als Sieger spielte PSG im UEFA Super Cup gegen Tottenham Hotspur und im Finale des FIFA-Interkontinental-Pokals gegen Flamengo, außerdem ist der Klub für die Klub-WM 2029 qualifiziert.
Ein Jahr später verteidigte Paris den Titel: Im Champions League Finale 2026 in Budapest setzte sich PSG im Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal durch.
Häufige Fragen zum Champions League Finale 2025
Wer hat das Champions League Finale 2025 gewonnen? Paris Saint-Germain, mit 5:0 gegen Inter Mailand. Es war der erste Titel des Klubs.
Wo fand das Finale statt? In der Allianz Arena in München, vor 64.327 Zuschauern.
Wer hat die Tore geschossen? Achraf Hakimi, zweimal Désiré Doué, Khvicha Kvaratskhelia und Senny Mayulu.
Wer hat das Endspiel gepfiffen? Der Rumäne István Kovács.
War das 5:0 ein Rekord? Ja. Kein Klub hat ein Finale eines großen Europapokals mit einem höheren Abstand gewonnen.